Ökomenische Friedensdekade

Die Ökumenische Friedensdekade im November, zehn Tage vor dem Buß- und Bettag, wurde initiiert durch die niederlĂ€ndische Friedensbewegung. Seit Beginn der 1980er-Jahre engagieren sich Gemeinden, Friedensgruppen und Kirchen in allen Teilen Deutschlands.

Motto 2020: Umkehr zum Frieden

Ökumenische FriedensDekade legt neues Jahresmotto fest
Das GesprĂ€chsforum der Ökumenischen FriedensDekade hat auf seiner Novembertagung in Kassel das Jahresmotto fĂŒr das Jahr 2020 festgelegt. „Umkehr zum Frieden“ lautet das neue Motto, unter dem im kommenden Jahr vom 8. – 18. November vierzig Jahre FriedensDekade begangen wird.
Mit dem Motto „Umkehr zum Frieden“ greifen die TrĂ€gerorganisationen zum vierzigjĂ€hrigenJubilĂ€um der Ökumenischen FriedensDekade verschiedene Friedensthemen auf, die in den vergangenen Jahrzehnten im Mittelpunkt der zehntĂ€gigen FriedensDekaden standen und noch heute aktuell sind. So steht das Motto fĂŒr die als dringend angesehene Änderung einer Politik in Deutschland und weltweit, die immer stĂ€rker auf Gewalt und militĂ€rische StĂ€rke setzt. Die aktuellen Erhöhungen des MilitĂ€rhaushaltes durch die Bundesregierung oder der geplante Ausbau der militĂ€rischen Schlagkraft der EuropĂ€ischen Union stehen fĂŒr die Organisatoren der Ökumenischen FriedensDekade fĂŒr ein vorherrschendes Sicherheitsdenken, das langfristig nicht fĂŒr mehr Frieden, sondern fĂŒr mehr Gewalt und militĂ€risches Eingreifen stehen dĂŒrfte.
„Was wir dringend benötigen, ist ein Umdenken weg von einer reinen Sicherheitspolitik hin zu einer zivilen Friedenspolitik, eine ‚Umkehr zum Frieden‘, wollen wir die globalen Konflikte und Probleme nachhaltig lösen“, ist Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V., ĂŒberzeugt.
Zu den Themenfeldern, die im Jahr 2020 von der Ökumenischen FriedensDekade in
Informations- und Aktionsmaterialien erarbeitet und in Friedensgebeten, Gottesdiensten sowie zahlreichen Veranstaltungen aufgegriffen werden, gehören zum Beispiel die Forderung nach der Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags, die fortschreitende Entwicklung sowie der Einsatz autonomer Killersysteme, die verschĂ€rfte Abschottungspolitik Europas und auch der zunehmende Nationalismus und Rassismus, die zu einer Polarisierung der Gesellschaften fĂŒhren. „Wir möchten sichtbar machen, dass ĂŒber einen respektvollen Umgang miteinander wie ĂŒber eine von gegenseitiger Anerkennung geprĂ€gten Diskussions- und Streitkultur gesellschaftliche Konflikte mit friedlichen Mitteln bearbeitet werden können, ohne sich einer Hasssprache oder Totschlagargumenten zu bedienen“, erlĂ€uterte Marina Kiroudi, Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aber auch Themen wie die sich zuspitzende Konflikte im Mittleren Osten, die Frage nach sozialer Gerechtigkeit weltweit oder nach den Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, werden Themenfelder der kommenden FriedensDekade sein.

Als biblische Bezugsquellen wurden die Verse 9-21 aus Kapitel 12 des Römerbriefes (Vers
21: „Lass dich nicht vom Bösen ĂŒberwinden, sondern ĂŒberwinde das Böse mit
Gutem.“) aus dem Neuen Testament und die Verse 31+32 aus dem Kapitel 18 des
Propheten Hesekiel (Vers 32: „Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben
mĂŒsste, spricht Gott der Herr. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.“) ausgewĂ€hlt.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.friedensdekade.de.
Bei RĂŒckfragen wenden Sie sich bitte an:
Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24999-13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Thomas Oelerich, Tel. 0173/81 58 627 E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de

Motto 2019: friedensklima

Die bundesweite Ökumenische Friedensdekade vom 10. bis zum 20. November 2019 soll unter dem Motto „Friedensklima“ stehen. Damit wollen die TrĂ€gerorganisationen auf ZusammenhĂ€nge zwischen dem Klimawandel und dadurch entstehende Kriege und Konflikte aufmerksam machen. Zum anderen verweist das Motto auf eine zunehmende Individualisierung und einen Mangel an Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft. Auch unser gemeinsam gestalteter Konfirmandenunterricht in der Region wird sich an der Dekade beteiligen. In einer Reihe von Andachten werden die genannten ZusammenhĂ€nge bedacht. Denn:  â€žVon einem friedlichen Klima im Miteinander sind wir weit entfernt.“

Zwei Bibelstellen begleiten die FriedensDekade 2019:

Aus dem Alten Testament der Psalm 37, (insbesondere) Vers 11, und aus dem Neuen Testament Lukas 12,13-21

Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile. Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter ĂŒber euch gesetzt? Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hĂŒtet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele GĂŒter hat.
Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine FrĂŒchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und grĂ¶ĂŸere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine GĂŒter und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat fĂŒr viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast? So geht es dem, der sich SchĂ€tze sammelt und ist nicht reich bei Gott.

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