Umbauprojekt

Neues vom Bau

Die Corona-Krise hat fast alle AktivitĂ€ten auch in unserer Gemeinde zum Erliegen gebracht. Keine öffentlichen Gottesdienste, keine Gruppen und Kreise und auch die Gemeindeversammlung musste aus den bekannten GrĂŒnden, die uns ja alle betreffen, abgesagt werden. Umso erstaunlicher und erfreulicher ist, dass das große Bauvorhaben unserer Gemeinde, der Umbau am Standort Jeremia, planmĂ€ĂŸig voranschreitet. Wer
trotz der aktuellen EinschrĂ€nkungen Gelegenheit hat, ab und zu an der Baustelle vorbei zu gehen, kann sehen, dass nicht nur die benachbarten GebĂ€ude der Charlottenburger Baugenossenschaft weiter in die Höhe wachsen. Auch auf „unserer“ Baustelle sind regelmĂ€ĂŸige AktivitĂ€ten zu beobachten. Und so werden die neuen Mieter der „Charlotte“ kurz nach ihrem Einzug nicht nur eine nagelneue Kita mit erweiterter Platzzahl (130 PlĂ€tze) vorfinden, sondern auch die Angebote eines grundlegend modernisierten Gemeindezentrums, dass den Anforderungen der Zukunft unseres Wohnquartiers im Falkenhagener Feld möglichst weitgehend gerecht werden wird. Die Mitglieder des neu gewĂ€hlten Gemeindekirchenrates und die Mitarbeiter der Gemeinde hatten am 6. MĂ€rz, also noch vor Corona, die Möglichkeit, von den Planern und Architekten ĂŒber die Baustelle gefĂŒhrt und sich ĂŒber den aktuellen Stand der Umsetzung informiert zu werden. NaturgemĂ€ĂŸ steht am Beginn des Umbaus der RĂŒckbau der GebĂ€udeteile, die in Zukunft nicht mehr benötigt und durch neue ersetzt werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt war der Kirchenraum unddie angrenzenden RĂ€umlichkeiten weitgehend entkernt und der Fußboden entfernt, unter dem ja die Leitungen der erneuerten Heizung und im Kirchenraum auch die neuen kompakten Heizkörper ihren Platz finden werden, bevor mit erneuertem Fußboden und der Abtrennung der Seitenschiffe die Voraussetzungen fĂŒr die verĂ€nderte Raumnutzung hergestellt sein werden. Aber auch in diesem Rohzustand bleibt der Raumeindruck der von der schwarzen Stahlkonstruktion getragenen schlichten Kiefernholzdecke des Hauptschiffs faszinierend. Alle Beteiligten sind glĂŒcklich, dass doch
ein Weg gefunden wurde, diese Kiefernholzschalung zu erhalten und nur im bisher nicht ĂŒberdachten linken Seitenschiff durch eine vergleichbare Konstruktion zu ergĂ€nzen.
An den Kirchenraum schließt sich mit der ehemaligen Sakristei und den FolgerĂ€umen direkt der GebĂ€udetrakt an, in dem alle bisherigen AktivitĂ€ten der Gemeinde untergebracht  werden. Das beginnt mit dem KirchencafĂ© ĂŒber Bibelkreis bis hin zu den Gemeindegruppen, die im großen Saal oder am Standort Zuflucht ihre bisherige Heimat hatten. Die Bestandsaufnahme vor Beginn der Arbeiten hat ja ergeben, dass mit etwas FlexibilitĂ€t alle bisherigen AktivitĂ€ten weiter ihren Raum finden werden und sogar Platz genug fĂŒr Neues sein wird. In der Kita waren zum Zeitpunkt der Begehung bereits die WĂ€nde und Decken komplett entfernt, die dem Anbau mit den zusĂ€tzlichen RĂ€umen und dem Verbindungstrakt im Wege standen. Die Verschalung der WĂ€nde des Verbindungsbaus war fast abgeschlossen. Das Gießen der neuen WĂ€nde stand unmittelbar bevor. Der milde Winter hat zu keinerlei Bauverzögerung gefĂŒhrt, auch weil die Baufirmen die Schlechtwetter-Tage geschickt fĂŒr die Arbeiten in den InnenrĂ€umen genutzt haben. Auch die Möglichkeit, dass die Bauarbeiter bei kaltem Wetter in den beheizten RĂ€umen der Gemeinde ihre Pausen verbringen konnten, hat sicher mit zur guten Stimmung und dem
schnellen Baufortschritt beigetragen. Aber seit der Begehung sind weitere zwei Monate vergangen und der Bau schreitet ohne Unterbrechung voran. Mittlerweile ist unser GebĂ€udekomplex an das Gasnetz angeschlossen, so dass die neue Heizung neben der Sonne fĂŒr warmes Wasser auch vom Heizöl auf das klimafreundlichere Gas umsteigen kann. Die KitarĂ€ume und der Verbindungstrakt zum ehemaligen Gemeindesaal (zukĂŒnftig Kita-Speisesaal und Veranstaltungsraum) wachsen weiter in die Höhe. Das Dach steht auch
ohne Richtfest unmittelbar vor der Fertigstellung. Und so hoffen wir in diesen aufregenden Zeiten weiter auf Gottes Segen fĂŒr unsere GebĂ€ude und alle zukĂŒnftigen AktivitĂ€ten, die nach der Fertigstellung darin stattfinden werden.

Dr. Martin Peters
(fĂŒr den GKR Zuflucht-Jeremia)

(Gemeindebrief Juni-August 2020)

UmbauplĂ€ne 

Die PlĂ€ne fĂŒr die Sanierung und den Umbau unseres Gemeindezentrums Jeremia schreiten weiter voran. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte der Bauplanung:

  • Die KindertagesstĂ€tte (Kita) wird deutlich erweitert. Dazu wird ein neuer Verbindungstrakt zwischen alter Kita und Gemeindesaal gebaut. Der dann verbundene GebĂ€udekomplex wird Platz fĂŒr etwa 130 Kinder und ihre Erzieher*innen bieten. Der Kita-Eingang wird in den Innenhof nĂ€her zur Gemeinde verlegt.
  • Die Kirche wird grundlegend saniert und in Zukunft das ganze Jahr ĂŒber nutzbar (nicht nur zwischen Ostern und Silvester). Dazu wird auch das nördliche Seitenschiff komplett ĂŒberdacht. Die beiden Seitenschiffe werden, wie schon das nördliche, durch GlaswĂ€nde abgetrennt, so dass sich dort auch das Alltagsleben der Gemeinde mit abspielen kann. So soll unser wunderschöner Kirchenraum nicht nur am Sonntag das Zentrum unseres Gemeindelebens sein, sondern auch wĂ€hrend der Woche fĂŒr verschiedenste Veranstaltungen zur VerfĂŒgung stehen. Die Ansicht der Backstein-WĂ€nde bleibt im Innenraum trotz der deutlichen energetischen Verbesserung in der aktuellen Form erhalten. 
  • In der bisherigen Sakristei schließt sich in Zukunft ein gemeindlicher KĂŒchenraum mit Kaffeetischen an, der nicht nur nach dem Gottesdienst zum Zusammensitzen einladen soll. Zur Jeremia-Figur und dem Walnussbaum wird die Fassade geöffnet, so dass man dort auf der SĂŒdseite die ersten Sonnenstrahlen auch unter freiem Himmel genießen können soll.
  • Ein SanitĂ€r- und Lagertrakt bildet den Übergang zu den weiteren gemeindlichen RĂ€umen, in denen Platz fĂŒr alle aktuellen und auch neue kirchliche AktivitĂ€ten entstehen soll. Die bestehenden Wohnungen zusammen mit den aktuellen RĂ€umlichkeiten der Immanuel-Diakonie (Beratungszentrum) bleiben vom Umbau weitgehend unbeeintrĂ€chtigt.

Dr. Martin Peters (fĂŒr den GKR Zuflucht-Jeremia)


Es ist auf den Weg gebracht…

Fotos von R. Peters / September-Oktober 2019


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