Umbauprojekt

Umzug der Gemeinde – Jetzt wird es ernst!

Nach langen Jahren der Vorbereitung wird es jetzt tatsächlich konkret:
Am 16. Juni haben wir mit einem gut besuchten Konfirmationsgottesdienst
den Abschied aus der Jeremia-Kirche gefeiert.
Das war für viele ein bewegender Moment und die Tatsache, dass gerade eine Konfirmation, also die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gemeinde, den vorläufigen Abschluss bildet, stimmt hoffnungsfroh. Während der Bauzeit feiern wir unsere
Gottesdienste komplett in der Zuflucht-Kirche. Die Termine dafĂĽr entnehmen Sie bitte wie ĂĽblich dem Gemeindebrief. Aber auch alle anderen gemeindlichen Aktivitäten konzentrieren sich ab jetzt auf den Standort Zuflucht, damit das Bauen in Jeremia – wie geplant – möglichst zĂĽgig voranschreiten kann. Wenn wir am Ende der Bauzeit in die Jeremia-Kirche zurĂĽckkehren, wird sie uns ein verändertes Gesicht zeigen. Anders als bisher in der Regel nur an Sonn- und Feiertagen genutzt, wird sie nach dem Umbau hoffentlich der zentrale Raum fĂĽr unsere gemeindlichen Nutzungen sein. Dazu ist eine Umgestaltung notwendig, die den sakralen Charakter des Raumes erhält, aber gleichzeitig auch andere Nutzungen als nur fĂĽr Gottesdienste und Konzerte ermöglicht. Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt ging es an die konkrete Umgestaltung. Inzwischen wurde rund um den Gebäudetrakt an der Siegener StraĂźe ein Bauzaun errichtet. Als nächstes kam der Umzug von Kindertagesstätte und Gemeinde an den Standort Zuflucht. Aber vor dem eigentlichen Umzug kam – wie bei jeder Familie: Das groĂźe Ausmisten! Ăśber die Jahre hatten sich viele brauchbare und unbrauchbare Dinge angesammelt, die gesichtet werden mussten und dann ĂĽber den weiteren Verbleib entschieden werden musste. Dabeiwaren wir auf viele fleiĂźige Hände und Köpfe angewiesen (allen Akteuren herzlichen Dank dafĂĽr!) und von manchem Liebgewonnenen mussten wir uns trennen. Denn aus zwei voll ausgestatteten Gemeinden mussten wir eine machen. Das bedeutet in der Zeit des Umbaus
für viele Aktivitäten eine nicht unbedeutende Einschränkung. Trotzdem hoffen wir um der guten Sache willen auf viel Verständnis.
Wenn Sie diesen Gemeindebrief in Händen halten, liegt – Gott sei Dank – der eigentliche Umzug schon hinter uns. Einrichtung und Ausstattung von Gemeinde und Kita wurden im Juli mit professioneller Hilfe von Jeremia nach Zuflucht gebracht. Möglichst viele Dinge haben fĂĽr die Bauzeit einen neuen Platz gefunden und wieder ihre gewohnte Funktion ĂĽbernommen.
Eine erhebliche Erleichterung ist für uns, dass uns am Standort Zuflucht schon ab ca. Mitte September die Pfarrwohnung für gemeindliche Aktivitäten zur Verfügung steht.
Das erleichtert die Planung der Nutzung erheblich. Insbesondere stehen der Gemeinde dann auch bald wieder eine Küche, eine Kaffeemaschine und ein Geschirrspüler zur Verfügung. So können Kaffee und Tee gekocht und auch wieder Tassen gespült werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Dr. Martin Peters (fĂĽr den GKR Zuflucht-Jeremia)/August 2019


Schutz der Orgel in der Jeremia-Kirche

Inzwischen können Sie schon intensive Bauaktivitäten in und um die Jeremiakirche beobachten. Und erwartungsgemäß muss man bei solchen Umbauten mit großen Staub- und Schmutzbelastungen rechnen. Aus diesem Grunde haben wir im Vorfeld den Orgelbeauftragten für unsere Kirche, Herrn Horlitz, um eine Beratung gebeten, wie wir unsere schöne zweimanualige Walcker-Orgel ausreichend schützen können. Nach einigen Begehungen und Kostenangeboten haben wir uns für die Orgelbaufirma Fleiter aus Münster-Nienberge entschieden. Und sie waren da, gerade zu der Zeit, als es so extrem heiß war und haben alles Notwendige getan, das Instrument vor Bauschäden zu schützen. Die meisten Pfeifen wurden ausgelagert und in die Firma gebracht und was in der Orgel verstaut werden konnte, wurde schön verpackt. Jetzt ist alles gut verhüllt, wenn auch nicht so schön wie von Christo.

Solange die Umbauten in der Kirche andauern, müssen wir nun ohne diese wohlklingende Orgel auskommen. Die Prognose reicht von 1½ bis 2 Jahren. Wenn dann alle Arbeiten erledigt sind, werden als Letztes die Pfeifen zurückgebracht, die Orgel gründlich gereinigt, alles wieder aufgebaut und vor allem die Pfeifen an den veränderten Raum angepasst. Und erst wenn das alles wieder in Ordnung gebracht und die Orgel neu gestimmt ist, können wir die umgebaute Jeremiakirche festlich einweihen.

Kurzer Abriss zur Orgel der Jeremiakirche:

Die Orgel wurde 1966 von der Firma E. F. Walcker & Co. erbaut. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registerzüge sind elektropneumatisch. Die Orgel hat 16 Register, die auf 2 Manuale und ein Pedalwerk verteilt sind. Außerdem ist die Orgel mit einem Tremulanten ausgestattet. Insgesamt hat die Orgel 1168 klingende Pfeifen (die Kleinste hat ca. Bleistiftgröße, die Größte ein mittlerer Baumstamm von 2,5 Meter Länge). Beide Manuale können in das Pedal gekoppelt werden. 2006 wurde die Orgel von dem Orgelbauer Reinalt-Johannes Klein klanglich überarbeitet und verbessert.

Man I: Man II:
   
Prinzipal 8’ Gedeckt 8’
Gemshorn 8’ Nachthorn 4’
Oktave 4’ Prinzipal 2’
Rohrflöte 4’ Sesquialter 2 f.
Flachflöte 2’ Zimbel 3 fach
Mixtur 4 fach Krummhorn 8
  Tremulant
   
Pedal: Koppel II/I
Subbaß 16’ Koppel I/P
Gedeckt 8’

Hohlpfeife 4’

Koppel II/P

2 freie Kombinationen

Rauschpfeife 3 f. Tutti

GĂĽnter Mach (Kirchenmusik)/ 13. Juli 2019


Jeremiakirche ist eingezäunt 

Die Jeremia-Kirche befindet sich seit dem 17. Juni 2019 im Umbau und ist nun nicht mehr begehbar. Die letzte Gelegenheit, die Kirche in ihrem „alten“ Zustand zu erleben, hatten einige Gemeindemitglieder und Besucher am 16. Juni 2019 zum Konfirmationsgottesdienst genutzt. Die Gottesdienste und Feierlichkeiten der Gemeinde finden daher bis aufs Weitere in der Zuflucht-Kirche statt. 

Das GemeindebĂĽro ist in der Woche vom 22. – 26. Juli 2019 aufgrund des Umzuges geschlossen. Bei dringenden Angelegenheiten erreichen Sie Pfarrerin Schönfeld unter 0159-041 602 96. Ab dem 30. Juli 2019 finden Sie unser BĂĽro in den Räumen der Zuflucht-Kirche in der WesterwaldstraĂźe 16, 13589 Berlin. Die harten Wochen des Umzuges konnten bereits am 25. Juli 2019 abgeschlossen werden. So ist das GemeindebĂĽro schon ab 26. Juli 2019 in der Zuflucht zu den bekannten Sprechzeiten erreichbar.

Auch die Jeremia-KiTa ist mit Beginn des neuen KiTa-Jahres ab 5. August 2019 in den Räumlichkeiten der Zuflucht zu finden, wo die KiTa „Spandauer Spatzen“ bereits untergebracht sind. 

Juliane Heger (Betreuung Internetseite der Gemeinde)/ 8. Juli 2019


Umbaupläne und Stand der Vorbereitung

Die Pläne für die Sanierung und den Umbau unseres Gemeindezentrums Jeremia schreiten weiter voran. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte der Bauplanung:

  • Die Kindertagesstätte (Kita) wird deutlich erweitert. Dazu wird ein neuer Verbindungstrakt zwischen alter Kita und Gemeindesaal gebaut. Der dann verbundene Gebäudekomplex wird Platz fĂĽr etwa 130 Kinder und ihre Erzieher*innen bieten. Der Kita-Eingang wird in den Innenhof näher zur Gemeinde verlegt.
  • Die Kirche wird grundlegend saniert und in Zukunft das ganze Jahr ĂĽber nutzbar (nicht nur zwischen Ostern und Silvester). Dazu wird auch das nördliche Seitenschiff komplett ĂĽberdacht. Die beiden Seitenschiffe werden, wie schon das nördliche, durch Glaswände abgetrennt, so dass sich dort auch das Alltagsleben der Gemeinde mit abspielen kann. So soll unser wunderschöner Kirchenraum nicht nur am Sonntag das Zentrum unseres Gemeindelebens sein, sondern auch während der Woche fĂĽr verschiedenste Veranstaltungen zur VerfĂĽgung stehen. Die Ansicht der Backstein-Wände bleibt im Innenraum trotz der deutlichen energetischen Verbesserung in der aktuellen Form erhalten. 
  • In der bisherigen Sakristei schlieĂźt sich in Zukunft ein gemeindlicher KĂĽchenraum mit Kaffeetischen an, der nicht nur nach dem Gottesdienst zum Zusammensitzen einladen soll. Zur Jeremia-Figur und dem Walnussbaum wird die Fassade geöffnet, so dass man dort auf der SĂĽdseite die ersten Sonnenstrahlen auch unter freiem Himmel genieĂźen können soll.
  • Ein Sanitär- und Lagertrakt bildet den Ăśbergang zu den weiteren gemeindlichen Räumen, in denen Platz fĂĽr alle aktuellen und auch neue kirchliche Aktivitäten entstehen soll. Die bestehenden Wohnungen zusammen mit den aktuellen Räumlichkeiten der Immanuel-Diakonie (Beratungszentrum) bleiben vom Umbau weitgehend unbeeinträchtigt.

Soweit die Pläne. FĂĽr den Umbau mĂĽssen wir den Standort Jeremia (bis auf die Wohnungen) komplett räumen. Dazu ziehen wir fĂĽr die Bauzeit an den Standort Zuflucht um. Dort wird es mit zwei Kitas und den bisherigen gemeindlichen Aktivitäten recht eng. Die Bauarbeiten dort haben bereits begonnen. Diese mĂĽssen in den nächsten Monaten vollendet werden, damit wir uns, wie geplant, im Konfirmationsgottesdienst am 16. Juni 2019 von Jeremia nach Zuflucht verabschieden können. Die Bauphase von anderthalb bis zwei Jahren wird von uns allen erhebliche Anstrengungen und Kompromissbereitschaft fordern. Belohnt werden wir am Ende durch einen komplett sanierten Gebäudekomplex, der uns als Gemeinde fĂĽr die Zukunft viele neue Wege eröffnet.     

Dr. Martin Peters (fĂĽr den GKR Zuflucht-Jeremia)/April 2019


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