Neues aus unserer Landeskirche

WORTE DES BISCHOFS zur Corona-Krise

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und BrĂĽder,

die Ausbreitung des Corona-Virus ist beängstigend. Sie fordert uns heraus. Viele
MaĂźnahmen werden dieser Tage ergriffen, wir versuchen uns und unsere Mitmen-
schen so gut es geht zu schützen. Geschäfte werden geschlossen, Zusammenkünfte
verboten, ja, wir mĂĽssen Gottesdienste absagen. Das ist schmerzhaft, macht Sorge,
war so auch noch nie da. Aber es ist richtig. Die Gesundheit der Menschen, gerade
auch derer, die durch das Virus besonders verwundbar sind, geht immer vor. Wir
wollen, ich will achtsam sein, gerade fĂĽr die Menschen, die uns jetzt brauchen. Die so
schnell aus dem Blick geraten, schauen wir gerade auch auf sie!
Gott erspart uns nicht alle Bedrängnisse des Lebens. Aber er hat uns verheißen, bei
uns zu sein. Ich vertraue darauf, dass Gott uns trägt. Dieses Vertrauen schenkt uns
Gott. In Unsicherheit und Ängsten, in Kranksein und auch im Sterben bleibt er. Hält mit
uns aus. Und hält uns fest bei sich.
FĂĽr mich ist das Beten Hilfe und Kraftort. Hier kann ich meine Sorgen vor Gott brin-
gen. Hier kann ich aussprechen, was mich bewegt an Zweifeln, Fragen, Ă„ngsten, an
Dank und Liebe. Es ist der Ort, der ohne physische BerĂĽhrung mein Herz berĂĽhrt.
Beten ist fĂĽr mich der Pulsschlag des Glaubens, gerade jetzt.
Ich möchte Ihnen sagen, dass ich von nun an diese Tage jeden Mittag um 12.00 Uhr
ins Gebet gehen will. Ein paar Worte zu Gott, unbedingt die Bitte fĂĽr die, die krank sind
und alle, die sie pflegen, ein Vaterunser, eine Bitte um Segen. Von nun jeden Tag
immer um 12.00 Uhr. Ich lade Sie ein, mit in dieses Gebet zu gehen, wo immer Sie gerade sind: www.ekbo.de/livestream
Gott bleibt, bleiben Sie behĂĽtet!

Ich grĂĽĂźe Sie herzlich,

Ihr Christian Stäblein

(Foto: Matthias Kauffmann)

 

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